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| Geschrieben von: Administrator | |
| Donnerstag, 29. Januar 2009 um 14:20 Uhr | |
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Braunauer Ländchen Das Braunauer Ländchen, zwischen Riesen- und Adlergebirge gelegen, bietet eine „abwechslungsreiche, malerische Landschaft aus Bergen und Tälern, Felsen und Schluchten, ein Mosaik aus Wäldern und Wiesen, Weiden und Feldern“. Zentrum ist die Stadt Braunau. Die Besiedlung des Braunauer Ländchens erfolgte ab 1253, vornehmlich durch Franken, Bayern, Sachsen und Thüringer, die sich auf dem Umweg über Schlesien hier niedergelassen haben. Braunau wurde nach der Überlieferung durch flämische Tuchmacher gegründet.Haupterwerb waren die Land- und Forstwirtschaft sowie - vor allem in Braunau - die Textilindustrie. In den Dörfern war die Leinenweberei ein wesentlicher Erwerbszweig. Im Dezember 1617 wurde den böhmischen Protestanten trotz Religionsfreiheit die Nutzung einer Kirche in Braunau untersagt, wodurch es zu Aufständen kam, die zum Böhmischen Krieg und in der Folge zum Dreißigjährigen Krieg führten. Attraktionen im Braunauer Ländchen sind die vor etwa 120 Millionen Jahren entstandenen Felsenstädte Adršpašsko skály / Adersbacher Felsen, Teplické skály / Wekelsdorfer Felsen und Jiraskovy skály / Bischofstein mit bis zu 100 m hohen Sandsteintürmen und bizarren Felsgebilden. Ende des 13. Jahrhunderts wurden in den Felsengebieten die Burgen Střmen und Adersbach, später die Burg Felsen errichtet. Die einzigartigen Felsenstädte werden seit Jahrhunderten besucht; die beiden zuerst genannten 1790 auch von Johann Wolfgang von Goethe.Daneben gibt es im Braunauer Ländchen sehr viele barocke Sehenswürdigkeiten. So die 1321 gegründete Benediktinerabtei in Braunau. Ursprünglich gotisch wurde sie Ende des 17. Jahrhunderts und von 1728–1738 durch Kilian Ignatz Dientzenhofer und anderen bedeutenden Künstlern barock umgebaut.. Sehenswert ist auch die Friedhofskirche der Jungfrau Maria, die älteste erhaltene Holzkirche Tschechiens, aus der zweiten Hälfte des 13 Jahrhunderts, wieder aufgebaut nach dem Jahr 1450. Mehr Bilder zum Beispiel von der Felsenstadt Adršpach finden Sie in der Bildergalerie.
Böhmisches Paradies Seinen Namen erhielt das Böhmische Paradies in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts von den Besuchern des Kurorts Sedmihorky / Bad Wartenberg, darunter auch bekannte Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Jan Neruda, die begeistert waren von der schönen Landschaft und den freundlichen Menschen. Die ersten Siedler ließen sich bereits in der Jungsteinzeit hier nieder. Um 1100 v. Chr. entwickelte sich eine dichte Besiedlung. Die eindrucksvollen Burgen und Schlösser entstanden ab dem 11. Jahrhundert. Anfang des 19.Jjahrhunderts setzte dann der Tourismus ein. 1955 wurden 181,5 km? des über 1.000 km? großen Böhmischen Paradieses als erstes Gebiet Tschechiens unter Naturschutz gestellt und 2005 eine Fläche von 700 km? zu den Geoparks der UNESCO aufgenommen. Das Böhmische Paradies liegt etwa 80 km nordöstlich von Prag, südwestlich des Riesengebirges und südlich des Isergebirges, zwischen den Städten Jičín im Süden und Turnov im Norden. Es wird von der Jizera / Iser durchflossen. Ein System von Wanderwegen durchzieht das Böhmische Paradies. Die meisten Ausflugsziele sind durch den “Goldenen Wanderweg des Böhmischen Paradieses” verbunden. Hier findet man eine Vielzahl von Pensionen und – was in Tschechien nicht selbstverständlich ist – auch Campingplätze. Es gibt große Vorkommen von Achaten, Amethysten, Jaspissen, Chalzedonen und andere Edelsteine. Geschützt sind die Fundorte des Halbedelsteines Český granát (Böhmischer Granat), z. B. in der Nähe des Berges Kozákov, mit 744 m. ü. M. höchster Berg des Böhmischen Paradieses. Die Bearbeitung der Edelsteine ist eng mit der Geschichte der Stadt Turnov verbunden, die lange ein natürliches wirtschaftliches und kulturelles Zentrum dieses Gebiets war. Auch heute noch wird Turnov „Das Herz des Böhmischen Paradieses“ genannt. Neben der Edelsteinschleiferei haben im Böhmischen Paradies auch die Herstellung von Glasartikeln, Holzspielzeug und Holzschnitzereien Tradition. Mehr Bilder vom Böhmischen Paradies finden Sie in Bildergalerie.
Isergebirge
Die Besiedlung began im 14. Jahrhundert durch deutsche Kolonisten. Es entwickelten sich Holzverarbeitung, Bergbau, Textilproduktion und Glasindustrie. Im 17. Jahrhundert entstanden etliche Glashütten und –schleifereien. Das Gebirgsvorland des Isergebirges wurde im 19. Jahrhundert zu einem wichtigen Zentrum der Glas- und Bijouterieindustrie. Im 19. Jahrhundert nahm auch der Tourismus seinen Anfang. Heute ist das Isergebirge vor allem für Wintersportler (neben Abfahrtsarealen gibt es eine große Zahl von Langlaufloipen) als auch im Sommer für Wanderer und Radfahrer, speziell Mountainbikefahrer, interessant.
Die bekanntesten Städte des Isergebirges sind:
Reichenberg / Liberec Die Verbundenheit der Bezirksstadt zu Wien spiegelt sich in den Bauwerken im Zentrum wieder; insbesondere im Rathaus, das dem in Wien nachgebildet ist. Seltene Orchideen, fleischfressende Pflanzen, Bonsais, eine sehenswerte Kameliensammlung, Sümpfe, Aquarien, Terrarien und vieles mehr bietet der Botanische Garten. In Reichenberg befindet sich eine Hochschule für Textilwesen und ein wichtiger Standort der böhmischen Textilindustrie. Die Stadt ist auch heute noch das Zentrum der seit dem ausgehenden Mittelalter hier blühenden Textilindustrie.
Gablonz an der Neiße / Jablonec nad Nisou. Ehemalige Kreisstadt, Hauptsitz der nordböhmischen Glasschmuck-, Bijouterie- und Gürtlerwarenindustrie (künstliche Edelsteine, Ohrringe, Halsbänder, Perlen, Knöpfe u.a.) Die Sammlungen des Glas- und Bijouteriemuseum. enthalten Objekte zur Dokumentation der Geschichte der Glasmacherei, der Herstellung von Schmuck und Bijouterie. Eine Besonderheit sind die zwei direkt hintereinander befindliche Rathäuser samt Marktplätzen, 1869 und 1933 fertig gestellt. Bilder: Günter Blinkmann, Birgit Hilbert & Petr Jüptner Praha / Prag
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 29. Oktober 2009 um 13:17 Uhr |
Unter Nachbargebieten finden Sie jetzt auch die Hauptstadt Prag, die auch für Riesengebirgsbesucher zu erreichen ist. |
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ECB Exchange Rates on September 03, 2010. |
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